Nordkoreanische Hinrichtung durch Hunde – einfach nur abartig

Nordkorea spielt in einer eigenen Liga, was Rechtsstaatlichkeit und Menschrechte angehen. Wie jetzt eine in Hongkong erscheinende chinesische Zeitung (http://www.wenweipo.com/, nur der Ordnung halber, habe keine englische Version gefunden) ziemlich präzise beschreibt, wurde der geschasste Onkel des Staatschefs Kim Jong Un, Jang Song Thaek nicht mit Maschinengewehren erschossen, was eine der üblichen Hinrichtungsmethoden in Nordkorea ist, vielmehr wurden er und 5 Gefolgsleute nackt in einen Käfig mit 120 Hunden, die 3 Tage nicht gefüttert wurden, gesperrt und vollständig aufgefressen. Es gibt in (Nord)-Korea einen Namen für dieses Exekutionsmethode: „quan jue“ (so etwa „Tod durch Hunde“), scheint also keine neue Sache zu sein. Angeblich mussten sich Angehörige den Horror ansehen. Kim selbst war angeblich mit 300 Funktionären anwesend.

Mittlerweile ist auch China mehr als not amused über Kim Jong Un, sein Onkel war der wichtigste Ansprechpartner Nordkoreas für wirtschaftliche Fragen. Es wird vermutet, dass die Art der Hinrichtung als ein Affront gegenüber China gewertet werden soll. China reagierte wiederum mit einer ungewöhnlich präzisen Darstellung der Exekution, um seinen Missmut Ausdruck zu verleihen.

Keiner weiß, was genau innerhalb des Machtzentrums in Nordkorea abläuft. Kim Jong Un ist angewiesen auf loyale Untergebene, sonst kann er nicht an der Macht bleiben. Möglicherweise kann er nur durch solch brutalen Exempel die Loyalität bekommen, vielleicht ist er selbst auf der Abschussliste einer mächtigen Vereinigung innerhalb des Regimes und Kim will die Hinrichtung seines Onkels und die Art der Hinrichtung als Warnung verstanden wissen.

Quelle: http://www.straitstimes.com/the-big-story/asia-report/china/story/jangs-execution-bodes-ill-china-20131224