BP erzielt erste Erfolge im Golf von Mexiko – Manches wirkt ein wenig hilflos

Seit 22. April diesen Jahres sprudeln täglich unkontrolliert ca. 800.000 Liter Öl aus den beschädigten Bohrlöchern der gesunkenen Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko. Jetzt endlich konnte ein erster Erfolg erzielt werden. Es gelang Berichten zufolge, ein Absaugrohr in die defekte Steigleitung zu platzieren, um damit das austretende Öl zumindest teilweise kontrolliert abpumpen zu können. Abgesehen davon, dass Wissenschaftler jetzt riesige Ölschwaden unter der Wasseroberfläche entdecken, wirken die Aktionen von BP manchmal hilflos. So fordern sie über ihre Webseite deepwaterhorizonresponse.com auf, Vorschläge zur Bewältigung der Katastrophe einzureichen. Ist das realistisch?

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Auf der extra für die havarierte Ölplattform eingerichteten Webseite deepwaterhorizonresponse.com fordert BP auf, sich als freiwilliger Helfer zu bewerben. So weit so gut, aber sie gehen noch eine Schritt weiter. Auf einer eigenen Seite werden Leute gesucht, die Vorschläge machen sollen, wie man das Leck schließen könne. Wer kann da einen vernünftigen Vorschlag machen? Außer den direkt involvierten Technikern, Ingenieuren und Wissenschaftlern kennt niemand die Verhältnisse vor Ort. Und ein hochbezahlter Fachmann, der möglicherweise eine Idee hat, wird sich nicht auf der Webseite anmelden und kostenlose wertvolle Tipps geben. Der wird sich dann eher mit BP direkt in Verbindung setzen, dafür braucht man keine eigene Webseite. Es muss allerdings auch unheimlich schwierig sein da draußen im Golf von Mexiko. Man kann an dem Leck nur mit Robotern arbeiten, was den Einsatz erheblich aufwändiger macht. Auf einem Video, das BP veröffentlicht hat, sieht man sehr gut, wie brutal das Öl sprudelt und das ohne Unterlass. Bis jetzt hat BP gigantische 400 Millionen US-Dollar für den Einsatz am Leck ausgegeben und das ohne einen echten Durchbruch erzielt zu haben. Nun wurden riesige Ölschwaden im und nicht auf dem Wasser entdeckt. Niemand kann sagen, was das für das Ökosystem im Golf bedeutet. Man kann nur hoffen, dass der Einsatz so schnell wie möglich Erfolg hat, diese Bilder sind echter Horror:

Oelaustritt am Leck der deepwater horizon